Heute morgen 205,5 kg auf der Waage. Zu Hause, nackt, nüchtern. Später bei der Ernährungsberaterin: 208,4 — mit Kleidung und Schuhen. Macht knapp drei Kilo Differenz.
Sie war zufrieden. Weiter so.
Ich nicht ganz.
Vor ein paar Tagen stand ich nämlich schon bei 203,2. Zuhause, auf derselben Waage. Drei Kilo unter heute. Knapp über 200. Schon fast die magische Zwei vorne.
Und das hat mir den Kopf verdreht.
Ich hab gefeiert. Nicht bewusst, nicht mit Plan — aber praktisch. Kino. Trip nach München. Einmal aus essen ins Restaurant. Ein paar Tage, in denen ich locker liess.
Vier Kilo wieder drauf.
Drei Tage Feiern. Vier Kilo zurück.
Deswegen Vorschlag von meiner Ernährungsberaterin: gefeiert wird erst bei 195. Bei mir zuhause, nackt. Bei ihr mit Schuhen ungefähr 198 — klar unter der 200. Vorher nicht. Kein Vorglüh-Feiern bei 203 weil's fast geschafft ist.
Weil fast geschafft ist genau der Moment, in dem ich es wieder kaputt mache.
Ich feiere später. Nicht: gar nicht. Nur später. Nicht beim Anlauf schon die Ziellinie sehen und stehen bleiben.
Heute also: kein Restaurant. Aber happy bin ich trotzdem.